Mitgliederversammlung 2026
06.06.2026 – Am Nachmittag des 6. Juni versammeln sich 42 Mitglieder des Heimatvereins Zehlendorf (HVZ) zur jährlichen Mitgliederversammlung in der Alten Dorfkirche. Der Vorsitzende Matthias Aettner berichtet, dass der HVZ derzeit 275 Mitglieder habe und damit die Zahl der Abgänge (durch Austritt, Tod etc.) mehr als ausgeglichen wird.
Seit der letzten Mitgliederversammlung fanden drei Sonderausstellungen im Heimatmuseum statt: über das Kriegsende 1945 in Zehlendorf, den Funkturm-Architekten Heinrich Straumer und zum 100. Jubiläum der Onkel Tom Siedlung. Sie wurden/werden von den Besuchern sehr gut angenommen. Die Öffnungszeiten am Sonntag sind am stärksten frequentiert.
Kerstin Seller, Mitglied des Vorstands, stellt die Mitarbeiter des Archivteams vor. Im vergangenen Jahr bearbeitete das Team 129 Anfragen zur Geschichte Zehlendorfs, zu Gebäuden und Personen. Franz Ahlgrimm berichtet über die intensive Arbeit mit der Sammlungsdatenbank, die den HVZ sicher noch mehrere Jahre beschäftigen wird. Die Aufnahme der Archivarien geht bislang gut voran dank der engagierten Ehrenamtler und der unterstützenden Fachfirmen.
Breiten Raum nimmt die Information und die anschließende Aussprache über den Bericht von Matthias Aettner zum Stand der Renovierungsarbeiten im Heimatmuseum. Aettner berichtet von der geplanten Sanierung des Heimatmuseums, die der Bezirk vorbereitet und die bis 2028 abgeschlossen sein soll. Dann wird das Gebäude des Museums nämlich 200 Jahre alt. Derzeitige Streitpunkte zwischen dem Bezirk und dem Vorstand des HVZ sind hauptsächlich der geforderte barrierefreie Zugang zum Museum und der Einbau eines behinderten gerechten WCs. Die Mitgliederversammlung nimmt mit Unverständnis und teils heftiger Kritik zur Kenntnis, dass die geplante aufzuschüttende Rampe für die Rollstuhlfahrer vor dem Heimatmuseum mit den Denkmalvorschriften im Historischen Winkel und den Umweltauflagen im Hinblick auf die Friedenseiche von 1871 überhaupt vereinbar ist. Sie bittet den Vorstand, sich gegenüber dem Amt weiterhin für andere Lösungsmöglichkeiten einzusetzen.
Die beiden Kassenprüfer hatten eine ordnungsgemäße Prüfung der Finanzen in Stichproben durchgeführt. Sie stellten weder Differenzen noch Unklarheiten fest und den Antrag auf Entlastung des Vorstands. Der Antrag wird ohne Gegenstimmen angenommen. Matthias Aettner überrascht die Anwesenden mit der Vorstellung eines 1911 in Zehlendorf geschriebenen Briefes des Malers und Grafikers Lyonel Feininger, den der Heimatverein kürzlich angekauft hat.