Öffnungszeiten So. und Mi.: 11:00 – 15:00 Uhr, Do.: 15:00 – 18:00 Uhr
Adresse Clayallee 355, Historischer Winkel, 14169 Berlin
Sonntags ins Museum: Von 11 bis 15 Uhr. Eintritt frei
Geschichte erleben: Das Heimatmuseum Zehlendorf im Historischen Winkel
Tauchen Sie ein in die Geschichte Zehlendorfs – von den Anfängen bis zur Gegenwart
Herzlich willkommen im Heimatmuseum Zehlendorf
Das Heimatmuseum ist ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird. Die Mitglieder des Heimatvereins Zehlendorf bewahren im Museum und Archiv das kulturelle Erbe des ehemaligen Bezirks und erzählen die Entwicklung der Zehlendorfer Ortsteile – von kleinen märkischen Dörfern bis zu einem lebendigen Berliner Stadtteil.
Neben faszinierenden Ausstellungen organisiert der Heimatverein Veranstaltungen und Vorträge. Er veröffentlicht regelmäßig Publikationen wie den Zehlendorfer Heimatbrief und das Zehlendorf Jahrbuch. Mit Leidenschaft sorgen die ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder dafür, dass Traditionen erhalten und Geschichten erzählt werden.
● Wegen des riesigen Fehlbestands von mehr als 100.000 Wohnungen in Berlin avancierte in der Weimarer Republik der Wohnungsbau zur wichtigsten Aufgabe. Unter dem Leitbild „Licht, Luft und Sonne“ entstanden statt Mietskasernen mit engen Hinterhöfen nun in aufgelockerten Siedlungen moderne Wohnungen mit Bad und WC, Küche, Balkon und Garten. Bauherren waren meist gewerkschaftlich-genossenschaftliche, städtische oder gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften. Zu den bedeutendsten Siedlungen des Neuen Bauens gehört die Onkel Tom Siedlung. Mit ihrer Sachlichkeit, den Flachdächern und farbigen Fassaden stießen aber die Bauten des „Neuen Zehlendorf“ in dem von Villen und Landhäusern geprägten Bezirk auf heftige Kritik. Als „Zigarrenkistenkunst, die nach Südamerika hingehört“, bezeichnete Bezirksbürgermeister Erich Schumacher (1886-1932) die geplanten Bauten. In diesem Jahr wird die Waldsiedlung Zehlendorf, landläufig Onkel Toms Hütte genannt, 100 Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigt das Heimatmuseum Zehlendorf von Sonntag, 10. Mai, bis Sonntag, 13. September 2026, eine Sonderausstellung zum Jubiläum. Titel der von Frank Rattay kuratierten Ausstellung: Von der Villa zum Peitschenknall.
● Wenn Sie auf Ihrem Frühlingsspaziergang den Schlachtensee umrunden, können Sie sich kaum vorstellen, dass der See vor einem Jahrhundert fast ausgetrocknet wäre. Das im Wasserwerk Beelitzhof um 1900 angewandte Verfahren, Trinkwasser aus dem Grundwasser zu holen, senkte den Grundwasserspiegel im Grunewald enorm. Der Wasserspiegel des Schlachtensees sank um zwei, der des Grunewaldsees und der Krumme Lanke um einen Meter. Der 1901 von den Charlottenburger Wasserwerken erworbene Nikolassee war wegen der starken Wasserentnahme fast ausgetrocknet. Auf der Generalversammlung der Charlottenburger Wasserwerke 1913 musste der damalige Direktor Wellmann Stellung beziehen zum hemmungslosen Abpumpen des Grundwassers. Der Charlottenburger Wasserversorger wurde dafür verantwortlich gemacht, dass immer mehr Bäume im Grunewald wegen des Wassermangels durch die unzähligen Tiefbrunnen abgestorben waren. Abhilfe für die arg in Mitleidenschaft gezogenen Grunewaldseen brachte schließlich ein kurz vor dem Ersten Weltkrieg in Beelitzhof errichtetes Pumpwerk, das Wasser aus dem Großen Wannsee in den Schlachtensee pumpte. Später verband man auch noch die einzelnen Glieder der Grunewaldseenkette ober- und unterirdisch miteinander, um einen Wasserausgleich herzustellen.
Wir suchen Fotos vom Bau der Berliner Mauer 1961
● Der Heimatverein sucht Fotos und andere Erinnerungsstücke vom Bau der Berliner Mauer 1961, also vor 65 Jahren, auch vom Bau der massiven Sperranlagen an der Zehlendorfer Zonengrenze. Ebenso wertvoll für das Heimatarchiv Zehlendorf sind schriftliche Lebenserinnerungen von Zeitzeugen an diesen historischen 13. August, einem Sonntag. Fotos und Erinnerungen sollen Grundlage für eine Sonderausstellung im Heimatmuseum sein. Bitte melden Sie sich gegebenenfalls per Mail bei Matthias Aettner: Matthias.Aettner@heimatmuseum-zehlendorf.de , Stichwort Mauerbau.Aktuelle Sonderausstellung
Entdecken Sie regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen, die spannende Einblicke in die Geschichte Zehlendorfs und darüber hinaus bieten.
Demnächst: Von der Villa zum Peitschenknall – 100 Jahre Waldsiedlung Zehlendorf Onkel Toms Hütte
Als der Bauunternehmer Adolf Sommerfeld (1886-1964) in den Jahren 1922/23 das Areal zwischen Fischtal und Grunewaldsee von den Erben der Familie Pasewaldt erwarb, prägten noch ein lichter Kiefernhochwald und Wiesenflächen den Zehlendorfer Norden. Doch zwei Jahre...
Demnächst: Von der Villa zum Peitschenknall – 100 Jahre Waldsiedlung Zehlendorf Onkel Toms Hütte
Als der Bauunternehmer Adolf Sommerfeld (1886-1964) in den Jahren 1922/23 das Areal zwischen Fischtal und Grunewaldsee von den Erben der Familie Pasewaldt erwarb, prägten noch ein lichter Kiefernhochwald und Wiesenflächen den Zehlendorfer Norden. Doch zwei Jahre...
Unsere Dauerausstellung
Unsere Dauerausstellung lädt Sie ein, die Entwicklung Zehlendorfs von den Anfängen als Dorf bis zur modernen Vorortgemeinde lebendig nachzuvollziehen.
Dauerausstellung: „Vom Bauerndorf zur Vorortgemeinde“
Die Dauerausstellung des Heimatmuseums Zehlendorf mit dem Titel „Vom Bauerndorf zur Vorortgemeinde“ bietet einen umfassenden Einblick in die Entwicklung des Ortes von seinen ländlichen Anfängen bis zur frühen Nachkriegszeit des 20. Jahrhunderts. Besucher können ein detailliertes Modell des Dorfes um 1800 betrachten, das die ursprüngliche Struktur und Architektur Zehlendorfs veranschaulicht. Zudem werden historische Schulutensilien aus der ehemaligen Dorfschule präsentiert, die einen Eindruck vom damaligen Bildungswesen vermitteln. Ergänzt wird die Ausstellung durch Erinnerungsstücke an bedeutende Persönlichkeiten, die die kulturelle und soziale Entwicklung Zehlendorfs und seiner Ortsteile geprägt haben. Die Ausstellung endet derzeit in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Eine Aktualisierung ist jedoch geplant, um die jüngere Geschichte des ehemaligen Bezirks ebenfalls zu beleuchten.
Entdecken Sie unsere Veranstaltungen!
Von spannenden Vorträgen über historische Führungen und Wanderungen bis hin zu Lesungen – in unserem Veranstaltungskalender finden Sie alle Termine rund um das Heimatmuseum Zehlendorf. Erleben Sie Geschichte hautnah und lassen Sie sich anregen!
Archiv: Das Gedächtnis Zehlendorfs
Das Archiv des Heimatmuseums Zehlendorf bewahrt die Vergangenheit der verschiedenen Ortsteile und macht sie zugänglich für die Gegenwart und Zukunft. Mit einer umfangreichen Sammlung von Dokumenten, Fotografien, Post- und Landkarten und persönlichen Erinnerungsstücken bietet das Archiv einen faszinierenden Einblick in die Geschichte Zehlendorfs.
Was finden Sie im Archiv?
- Zeitungen und Publikationen: Alte Vorortzeitungen und Zeitschriften dokumentieren das lokale Geschehen vergangener Jahrzehnte.
- Historische Fotos: Bildmaterial, das Alltagsleben, Bauprojekte und Ereignisse im Bezirk festhält.
- Karten und Pläne: Die räumliche Entwicklung Zehlendorfs lässt sich anhand alter Landkarten und Baupläne nachvollziehen.
- Biografien und Dokumente: Persönliche Geschichten und Unterlagen nicht nur berühmter Zehlendorferinnen und Zehlendorfer.
Besucherin-formationen
Tauchen Sie in die Geschichte Zehlendorfs ein – das Heimatmuseum lädt Sie herzlich ein! Hier finden Sie alle wichtigen Informationen für Ihren Besuch:
Öffnungszeiten:
- Sonntag und Mittwoch: 11:00 – 15:00 Uhr
- Donnerstag: 15:00 – 18:00 Uhr
Eintritt:
Der Eintritt ist frei – wir freuen uns über Ihre Spende, um unser kulturelles Erbe zu bewahren.
Anreise:
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:
-
- S-Bahn: Linie S1 bis „Zehlendorf“.
- Bus: Mehrere Linien halten in der Nähe, Bus 101, 112, 115, 118, 285, 623, M48, X10 und X11 – Haltestelle „Zehlendorf Eiche“
Mit dem Auto:
-
- Parkmöglichkeiten sind in der Umgebung des Museums begrenzt verfügbar.
Barrierefreiheit:
Das Museum befindet sich in einem historischen Gebäude. Der Zugang ist derzeit leider nicht barrierefrei. Wir helfen jedoch gerne – sprechen Sie uns an!
Neues von vorgestern
1946
Am 7. April 1946 tagt in der Zinnowwaldschule der erste Landesparteitag der SPD. Die Delegierten wehren den kommunistischen Versuch einer Zwangsvereinigung zwischen SPD und KPD ab und schaffen grundlegende Voraussetzungen für eine weitere demokratische Entwicklung in Berlin.
Kontaktieren Sie uns – Wir freuen uns auf Sie!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder möchten mehr über das Heimatmuseum Zehlendorf erfahren? Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie an – wir sind gerne für Sie da!
Adresse
Museum und Archiv
Clayallee 355
Historischer Winkel
14169 Berlin
Telefon
● Wegen des riesigen Fehlbestands von mehr als 100.000 Wohnungen in Berlin avancierte in der Weimarer Republik der Wohnungsbau zur wichtigsten Aufgabe. Unter dem Leitbild „Licht, Luft und Sonne“ entstanden statt Mietskasernen mit engen Hinterhöfen nun in aufgelockerten Siedlungen moderne Wohnungen mit Bad und WC, Küche, Balkon und Garten. Bauherren waren meist gewerkschaftlich-genossenschaftliche, städtische oder gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften. Zu den bedeutendsten Siedlungen des Neuen Bauens gehört die Onkel Tom Siedlung. Mit ihrer Sachlichkeit, den Flachdächern und farbigen Fassaden stießen aber die Bauten des „Neuen Zehlendorf“ in dem von Villen und Landhäusern geprägten Bezirk auf heftige Kritik. Als „Zigarrenkistenkunst, die nach Südamerika hingehört“, bezeichnete Bezirksbürgermeister Erich Schumacher (1886-1932) die geplanten Bauten. In diesem Jahr wird die Waldsiedlung Zehlendorf, landläufig Onkel Toms Hütte genannt, 100 Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigt das Heimatmuseum Zehlendorf von Sonntag, 10. Mai, bis Sonntag, 13. September 2026, eine Sonderausstellung zum Jubiläum. Titel der von Frank Rattay kuratierten Ausstellung: Von der Villa zum Peitschenknall.
● Wenn Sie auf Ihrem Frühlingsspaziergang den Schlachtensee umrunden, können Sie sich kaum vorstellen, dass der See vor einem Jahrhundert fast ausgetrocknet wäre. Das im Wasserwerk Beelitzhof um 1900 angewandte Verfahren, Trinkwasser aus dem Grundwasser zu holen, senkte den Grundwasserspiegel im Grunewald enorm. Der Wasserspiegel des Schlachtensees sank um zwei, der des Grunewaldsees und der Krumme Lanke um einen Meter. Der 1901 von den Charlottenburger Wasserwerken erworbene Nikolassee war wegen der starken Wasserentnahme fast ausgetrocknet. Auf der Generalversammlung der Charlottenburger Wasserwerke 1913 musste der damalige Direktor Wellmann Stellung beziehen zum hemmungslosen Abpumpen des Grundwassers. Der Charlottenburger Wasserversorger wurde dafür verantwortlich gemacht, dass immer mehr Bäume im Grunewald wegen des Wassermangels durch die unzähligen Tiefbrunnen abgestorben waren. Abhilfe für die arg in Mitleidenschaft gezogenen Grunewaldseen brachte schließlich ein kurz vor dem Ersten Weltkrieg in Beelitzhof errichtetes Pumpwerk, das Wasser aus dem Großen Wannsee in den Schlachtensee pumpte. Später verband man auch noch die einzelnen Glieder der Grunewaldseenkette ober- und unterirdisch miteinander, um einen Wasserausgleich herzustellen.