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Öffnungszeiten So. und Mi.: 11:00 – 15:00 Uhr, Do.: 15:00 – 18:00 Uhr

Adresse Clayallee 355, Historischer Winkel, 14169 Berlin

Am Mittwoch, 6. Mai, ist das Museum aus betriebsinternen Gründen geschlossen

Geschichte erleben: Das Heimatmuseum  Zehlendorf im Historischen Winkel

Tauchen Sie ein in die Geschichte Zehlendorfs – von den Anfängen bis zur Gegenwart

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Herzlich willkommen im Heimatmuseum Zehlendorf

Das Heimatmuseum ist ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird. Die Mitglieder des Heimatvereins Zehlendorf bewahren im Museum und Archiv das kulturelle Erbe des ehemaligen Bezirks und erzählen die Entwicklung der Zehlendorfer Ortsteile – von kleinen märkischen Dörfern bis zu einem lebendigen Berliner Stadtteil.

Neben faszinierenden Ausstellungen organisiert der Heimatverein Veranstaltungen und Vorträge. Er veröffentlicht regelmäßig Publikationen wie den Zehlendorfer Heimatbrief und das Zehlendorf Jahrbuch. Mit Leidenschaft sorgen die ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder dafür, dass Traditionen erhalten und Geschichten erzählt werden.

Neue Ausstellung zur Onkel Tom Siedlung und die einst geplante Großsiedlung im Grunewald

● In diesem Jahr wird die Waldsiedlung Zehlendorf, landläufig Onkel Toms Hütte genannt, 100 Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigt das Heimatmuseum Zehlendorf von Sonntag, 10. Mai, bis Sonntag, 13. September 2026, eine Sonderausstellung zum Jubiläum. Der Titel der von Frank Rattay kuratierten Ausstellung: Von der Villa zum Peitschenknall. Wegen des riesigen Fehlbestands von mehr als 100.000 Wohnungen in Berlin avancierte in der Weimarer Republik der Wohnungsbau zur wichtigsten Aufgabe. Unter dem Leitbild „Licht, Luft und Sonne“ entstanden statt Mietskasernen mit engen Hinterhöfen nun in aufgelockerten Siedlungen moderne Wohnungen mit Bad und WC, Küche, Balkon und Garten. Bauherren waren meist gewerkschaftlich-genossenschaftliche, städtische oder gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften. Zu den bedeutendsten Siedlungen des Neuen Bauens gehört die Onkel Tom Siedlung. Mit ihrer Sachlichkeit, den Flachdächern und farbigen Fassaden stießen aber die Bauten des „Neuen Zehlendorf“ in dem von Villen und Landhäusern geprägten Bezirk auf heftige Kritik. Als „Zigarrenkistenkunst, die nach Südamerika hingehört“, bezeichnete Bezirksbürgermeister Erich Schumacher (1886-1932) die geplanten Bauten.

● Eine Großsiedlung im Grunewald zwischen Krumme Lanke, Schlachtensee und der Avus für Angehörige der US-amerikanischen Besatzungsmacht – das wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs tatsächlich in Fachkreisen diskutiert. Der Grund: Die US-Alliierten hatten etwa 3.400 Gebäude in Zehlendorf für ihr Militärpersonal beschlagnahmt. Das US-Militär zwang die Bewohner oft, ihre Eigenheime innerhalb weniger Stunden zu verlassen. Da die Beschlagnahme für längere Zeit erfolgte, sollte die Militärsiedlung im Wald Abhilfe schaffen. Sie sollte aus eingeschossigen Häusern auf Grundstücken von jeweils etwa 2.000 Quadratmetern errichtet werden. Neben Einfamilienhäusern sollten Klubhäuser, eine Schule, eine Kirche, ein Kino, eine Badeanstalt und Läden entstehen. Die ganze Siedlung sollte mit Fernheizung versehen werden. Nach dem Bau eines Probehauses sollte die Siedlung serienmäßig errichtet werden. Doch dazu kam es zum Glück nicht. Stattdessen baute die US-Besatzungsmacht am Rande des Grunewalds am Hüttenweg ab 1951 drei- bis viergeschossige Zeilenbauten mit insgesamt 1.200 Wohnungen für mittlere Dienstränge. Erst Mitte der 1950er-Jahre entstand eine Bungalowsiedlung rund um den Dreipfuhlpark, deren Bauten an das Probehaus der nicht verwirklichten Großsiedlung erinnern.

Wir suchen Fotos vom Bau der Berliner Mauer 1961

● Der Heimatverein sucht Fotos und andere Erinnerungsstücke vom Bau der Berliner Mauer 1961, also vor 65 Jahren, auch vom Bau der massiven Sperranlagen an der Zehlendorfer Zonengrenze. Ebenso wertvoll für das Heimatarchiv Zehlendorf sind schriftliche Lebenserinnerungen von Zeitzeugen an diesen historischen 13. August, einem Sonntag. Fotos und Erinnerungen sollen Grundlage für eine Sonderausstellung im Heimatmuseum sein. Bitte melden Sie sich gegebenenfalls per Mail bei Matthias Aettner: Matthias.Aettner@heimatmuseum-zehlendorf.de , Stichwort Mauerbau.

Aktuelle Sonderausstellung

Entdecken Sie regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen, die spannende Einblicke in die Geschichte Zehlendorfs und darüber hinaus bieten.

Unsere Dauerausstellung

Unsere Dauerausstellung lädt Sie ein, die Entwicklung Zehlendorfs von den Anfängen als Dorf bis zur modernen Vorortgemeinde lebendig nachzuvollziehen.

Dauerausstellung: „Vom Bauerndorf zur Vorortgemeinde“

 

Die Dauerausstellung des Heimatmuseums Zehlendorf mit dem Titel „Vom Bauerndorf zur Vorortgemeinde“ bietet einen umfassenden Einblick in die Entwicklung des Ortes von seinen ländlichen Anfängen bis zur frühen Nachkriegszeit des 20. Jahrhunderts. Besucher können ein detailliertes Modell des Dorfes um 1800 betrachten, das die ursprüngliche Struktur und Architektur Zehlendorfs veranschaulicht. Zudem werden historische Schulutensilien aus der ehemaligen Dorfschule präsentiert, die einen Eindruck vom damaligen Bildungswesen vermitteln. Ergänzt wird die Ausstellung durch Erinnerungsstücke an bedeutende Persönlichkeiten, die die kulturelle und soziale Entwicklung Zehlendorfs und seiner Ortsteile geprägt haben. Die Ausstellung endet derzeit in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Eine Aktualisierung ist jedoch geplant, um die jüngere Geschichte des ehemaligen Bezirks ebenfalls zu beleuchten.

Entdecken Sie unsere Veranstaltungen!

Von spannenden Vorträgen über historische Führungen und Wanderungen bis hin zu Lesungen – in unserem Veranstaltungskalender finden Sie alle Termine rund um das Heimatmuseum Zehlendorf. Erleben Sie Geschichte hautnah und lassen Sie sich anregen!

Archiv: Das Gedächtnis Zehlendorfs

Das Archiv des Heimatmuseums Zehlendorf bewahrt die Vergangenheit der verschiedenen Ortsteile und macht sie zugänglich für die Gegenwart und Zukunft. Mit einer umfangreichen Sammlung von Dokumenten, Fotografien, Post- und Landkarten und persönlichen Erinnerungsstücken bietet das Archiv einen faszinierenden Einblick in die Geschichte Zehlendorfs.

 

Was finden Sie im Archiv?

  • Zeitungen und Publikationen: Alte Vorortzeitungen und Zeitschriften dokumentieren das lokale Geschehen vergangener Jahrzehnte.
  • Historische Fotos: Bildmaterial, das Alltagsleben, Bauprojekte und Ereignisse im Bezirk festhält.
  • Karten und Pläne: Die räumliche Entwicklung Zehlendorfs lässt sich anhand alter Landkarten und Baupläne nachvollziehen.
  • Biografien und Dokumente: Persönliche Geschichten und Unterlagen nicht nur berühmter Zehlendorferinnen und Zehlendorfer.

Besucherin-formationen

Tauchen Sie in die Geschichte Zehlendorfs ein – das Heimatmuseum lädt Sie herzlich ein! Hier finden Sie alle wichtigen Informationen für Ihren Besuch: 

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Öffnungszeiten:

  • Sonntag und Mittwoch: 11:00 – 15:00 Uhr
  • Donnerstag: 15:00 – 18:00 Uhr

Eintritt:

Der Eintritt ist frei – wir freuen uns über Ihre Spende, um unser kulturelles Erbe zu bewahren.

Anreise:

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:

    • S-Bahn: Linie S1 bis „Zehlendorf“.
    • Bus: Mehrere Linien halten in der Nähe, Bus 101, 112, 115, 118, 285, 623, M48, X10 und X11 –  Haltestelle „Zehlendorf Eiche“

Mit dem Auto:

    • Parkmöglichkeiten sind in der Umgebung des Museums begrenzt verfügbar.

Barrierefreiheit:

Das Museum befindet sich in einem historischen Gebäude. Der Zugang ist derzeit leider nicht barrierefrei. Wir helfen jedoch gerne – sprechen Sie uns an!

Neues von vorgestern

1966

Die katholische Schule St. Ursula in der Kleinaustraße 4 wird nach zweijähriger Bauzeit offiziell eingeweiht. Als prominentester Schüler verbringt der spätere Journalist und Moderator Günther Jauch hier seine Grundschulzeit.

Kontaktieren Sie uns – Wir freuen uns auf Sie!

Haben Sie Fragen, Anregungen oder möchten mehr über das Heimatmuseum Zehlendorf erfahren? Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie an – wir sind gerne für Sie da!

E-Mail

Für allgemeine Fragen:
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Adresse

Museum und Archiv
Clayallee 355
Historischer Winkel
14169 Berlin

 

Telefon

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Aktion

● In diesem Jahr wird die Waldsiedlung Zehlendorf, landläufig Onkel Toms Hütte genannt, 100 Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigt das Heimatmuseum Zehlendorf von Sonntag, 10. Mai, bis Sonntag, 13. September 2026, eine Sonderausstellung zum Jubiläum. Der Titel der von Frank Rattay kuratierten Ausstellung: Von der Villa zum Peitschenknall. Wegen des riesigen Fehlbestands von mehr als 100.000 Wohnungen in Berlin avancierte in der Weimarer Republik der Wohnungsbau zur wichtigsten Aufgabe. Unter dem Leitbild „Licht, Luft und Sonne“ entstanden statt Mietskasernen mit engen Hinterhöfen nun in aufgelockerten Siedlungen moderne Wohnungen mit Bad und WC, Küche, Balkon und Garten. Bauherren waren meist gewerkschaftlich-genossenschaftliche, städtische oder gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften. Zu den bedeutendsten Siedlungen des Neuen Bauens gehört die Onkel Tom Siedlung. Mit ihrer Sachlichkeit, den Flachdächern und farbigen Fassaden stießen aber die Bauten des „Neuen Zehlendorf“ in dem von Villen und Landhäusern geprägten Bezirk auf heftige Kritik. Als „Zigarrenkistenkunst, die nach Südamerika hingehört“, bezeichnete Bezirksbürgermeister Erich Schumacher (1886-1932) die geplanten Bauten.

● Eine Großsiedlung im Grunewald zwischen Krumme Lanke, Schlachtensee und der Avus für Angehörige der US-amerikanischen Besatzungsmacht – das wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs tatsächlich in Fachkreisen diskutiert. Der Grund: Die US-Alliierten hatten etwa 3.400 Gebäude in Zehlendorf für ihr Militärpersonal beschlagnahmt. Das US-Militär zwang die Bewohner oft, ihre Eigenheime innerhalb weniger Stunden zu verlassen. Da die Beschlagnahme für längere Zeit erfolgte, sollte die Militärsiedlung im Wald Abhilfe schaffen. Sie sollte aus eingeschossigen Häusern auf Grundstücken von jeweils etwa 2.000 Quadratmetern errichtet werden. Neben Einfamilienhäusern sollten Klubhäuser, eine Schule, eine Kirche, ein Kino, eine Badeanstalt und Läden entstehen. Die ganze Siedlung sollte mit Fernheizung versehen werden. Nach dem Bau eines Probehauses sollte die Siedlung serienmäßig errichtet werden. Doch dazu kam es zum Glück nicht. Stattdessen baute die US-Besatzungsmacht am Rande des Grunewalds am Hüttenweg ab 1951 drei- bis viergeschossige Zeilenbauten mit insgesamt 1.200 Wohnungen für mittlere Dienstränge. Erst Mitte der 1950er-Jahre entstand eine Bungalowsiedlung rund um den Dreipfuhlpark, deren Bauten an das Probehaus der nicht verwirklichten Großsiedlung erinnern.