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Öffnungszeiten So. und Mi.: 11:00 – 15:00 Uhr, Do.: 15:00 – 18:00 Uhr

Adresse Clayallee 355, Historischer Winkel, 14169 Berlin

Ferienzeit ist Museumszeit! Besichtigen Sie die Geschichte Zehlendorfs im Heimatmuseum.

Geschichte erleben: Das Heimatmuseum  Zehlendorf im Historischen Winkel

Tauchen Sie ein in die Geschichte Zehlendorfs – von den Anfängen bis zur Gegenwart

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Herzlich willkommen im Heimatmuseum Zehlendorf

Das Heimatmuseum ist ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird. Die Mitglieder des Heimatvereins Zehlendorf bewahren im Museum und Archiv das kulturelle Erbe des ehemaligen Bezirks und erzählen die Entwicklung der Zehlendorfer Ortsteile – von kleinen märkischen Dörfern bis zu einem lebendigen Berliner Stadtteil.

Neben faszinierenden Ausstellungen organisiert der Heimatverein Veranstaltungen und Vorträge. Er veröffentlicht regelmäßig Publikationen wie den Zehlendorfer Heimatbrief und das Zehlendorf Jahrbuch. Mit Leidenschaft sorgen die ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder dafür, dass Traditionen erhalten und Geschichten erzählt werden.

100 Jahre Onkel Tom Siedlung und der eingezäunte Grunewald

●  In diesem Jahr wird die Waldsiedlung Zehlendorf, landläufig Onkel Toms Hütte genannt, 100 Jahre alt. Unter dem Leitbild „Licht, Luft und Sonne“ entstanden damals statt Mietskasernen mit engen Hinterhöfen moderne Wohnungen mit Bad und WC, Küche, Balkon und Garten in aufgelockerten Siedlungen. Bauherren waren meist gewerkschaftlich-genossenschaftliche, städtische oder gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften. Zu den bedeutendsten Siedlungen des Neuen Bauens gehört die Onkel Tom Siedlung. Mit ihrer Sachlichkeit, den Flachdächern und farbigen Fassaden stießen aber die Bauten des „Neuen Zehlendorf“ in dem von Villen und Landhäusern geprägten Bezirk auf heftige Kritik. Anlässlich des Jubiläums zeigt das Heimatmuseum Zehlendorf bis Sonntag, 13. September 2026, eine Sonderausstellung. Titel der von Frank Rattay kuratierten Ausstellung: „Von der Villa zum Peitschenknall“.

● Alte Karten zeigen einen Zaun rund um den Grunewald. Die Umzäunung wurde im Frühjahr 1888 errichtet, als immer mehr Berliner an Sonn- und Feiertagen den Grunewald aufsuchten. Die Ausflügler hinterließen oft Müll an den Lagerplätzen und verursachten auch Schäden in den jungen Schonungen. Deshalb ließ Oberförster Freiherr von Schleinitz von der Oberförsterei Zehlendorf den Wald mit Stacheldraht einzäunen. An den bevorzugten Eingangsstellen legte man Gatter an. Diese Eingänge kontrollierten Kriegsveteranen oder Frauen, die für den Durchlass einen „Fünfer“ oder „Groschen“ freiwillig einkassierten. Am Tor vor der Kuhtrift an der Alten Fischerhütte waltete zum Beispiel der Invalide Kieburg, der im Kriege 1870 ein Bein verloren hatte. Das Gatter bei Onkel Toms Hütte bediente der ordengeschmückte invalide Eisenbahner Lier. Er unterhielt die Wanderer mit seinem Leierkasten, der ihm viel Geld einbrachte. Lier hauste in einer Erdhöhle in der benachbarten Zinnowschen Kieskuhle. Im Jahre 1904 verschwand die Einzäunung mit den Gattern und damit auch die Originale samt eigenwillige Waldromantik. Der Grunewald war 1904 als Spandauer Forst 4.158 Hektar groß.

Wir suchen Fotos vom Mauerbau 1961

● Der Heimatverein sucht Fotos oder andere Erinnerungsstücke vom Bau der Berliner Mauer 1961, also vor 65 Jahren, und vom Bau der massiven Sperranlagen an der Zehlendorfer Stadtgrenze, der damaligen Zonengrenze. Auch schriftliche Lebenserinnerungen von Zeitzeugen an diesen historischen 13. August, einem Sonntag, sind wertvoll für das Heimatarchiv Zehlendorf. Fotos und Erinnerungen sollen auch Grundlage für eine Sonderausstellung im Heimatmuseum Zehlendorf sein. Bitte melden Sie sich gegebenenfalls per Mail bei Matthias Aettner: Matthias.Aettner@heimatmuseum-zehlendorf.de

Aktuelle Sonderausstellung

Entdecken Sie regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen, die spannende Einblicke in die Geschichte Zehlendorfs und darüber hinaus bieten.

Unsere Dauerausstellung

Unsere Dauerausstellung lädt Sie ein, die Entwicklung Zehlendorfs von den Anfängen als Dorf bis zur modernen Vorortgemeinde lebendig nachzuvollziehen.

Dauerausstellung: „Vom Bauerndorf zur Vorortgemeinde“

 

Die Dauerausstellung des Heimatmuseums Zehlendorf mit dem Titel „Vom Bauerndorf zur Vorortgemeinde“ bietet einen umfassenden Einblick in die Entwicklung des Ortes von seinen ländlichen Anfängen bis zur frühen Nachkriegszeit des 20. Jahrhunderts. Besucher können ein detailliertes Modell des Dorfes um 1800 betrachten, das die ursprüngliche Struktur und Architektur Zehlendorfs veranschaulicht. Zudem werden historische Schulutensilien aus der ehemaligen Dorfschule präsentiert, die einen Eindruck vom damaligen Bildungswesen vermitteln. Ergänzt wird die Ausstellung durch Erinnerungsstücke an bedeutende Persönlichkeiten, die die kulturelle und soziale Entwicklung Zehlendorfs und seiner Ortsteile geprägt haben. Die Ausstellung endet derzeit in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Eine Aktualisierung ist jedoch geplant, um die jüngere Geschichte des ehemaligen Bezirks ebenfalls zu beleuchten.

Entdecken Sie unsere Veranstaltungen!

Von spannenden Vorträgen über historische Führungen und Wanderungen bis hin zu Lesungen – in unserem Veranstaltungskalender finden Sie alle Termine rund um das Heimatmuseum Zehlendorf. Erleben Sie Geschichte hautnah und lassen Sie sich anregen!

Archiv: Das Gedächtnis Zehlendorfs

Das Archiv des Heimatmuseums Zehlendorf bewahrt die Vergangenheit der verschiedenen Ortsteile und macht sie zugänglich für die Gegenwart und Zukunft. Mit einer umfangreichen Sammlung von Dokumenten, Fotografien, Post- und Landkarten und persönlichen Erinnerungsstücken bietet das Archiv einen faszinierenden Einblick in die Geschichte Zehlendorfs.

 

Was finden Sie im Archiv?

  • Zeitungen und Publikationen: Alte Vorortzeitungen und Zeitschriften dokumentieren das lokale Geschehen vergangener Jahrzehnte.
  • Historische Fotos: Bildmaterial, das Alltagsleben, Bauprojekte und Ereignisse im Bezirk festhält.
  • Karten und Pläne: Die räumliche Entwicklung Zehlendorfs lässt sich anhand alter Landkarten und Baupläne nachvollziehen.
  • Biografien und Dokumente: Persönliche Geschichten und Unterlagen nicht nur berühmter Zehlendorferinnen und Zehlendorfer.

Besucherin-formationen

Tauchen Sie in die Geschichte Zehlendorfs ein – das Heimatmuseum lädt Sie herzlich ein! Hier finden Sie alle wichtigen Informationen für Ihren Besuch: 

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Öffnungszeiten:

  • Sonntag und Mittwoch: 11:00 – 15:00 Uhr
  • Donnerstag: 15:00 – 18:00 Uhr

Eintritt:

Der Eintritt ist frei – wir freuen uns über Ihre Spende, um unser kulturelles Erbe zu bewahren.

Anreise:

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:

    • S-Bahn: Linie S1 bis „Zehlendorf“.
    • Bus: Mehrere Linien halten in der Nähe, Bus 101, 112, 115, 118, 285, 623, M48, X10 und X11 –  Haltestelle „Zehlendorf Eiche“

Mit dem Auto:

    • Parkmöglichkeiten sind in der Umgebung des Museums begrenzt verfügbar.

Barrierefreiheit:

Das Museum befindet sich in einem historischen Gebäude. Der Zugang ist derzeit leider nicht barrierefrei. Wir helfen jedoch gerne – sprechen Sie uns an!

Neues von vorgestern

1936

Sieben Autobuslinien nehmen von der Dorfmitte in Zehlendorf ihren Ausgang: Die Linien T (nach Teltow), P (Potsdam, Glienicker Brücke) und M (Klein Machnow) sowie 5, 17, 20 und 23. Die Omnibusse sind im damals größten Autobushof Europas an der Winfriedstraße stationiert. Heute steht auf dem Areal die Seniorenresidenz „Rosenhof“.

Kontaktieren Sie uns – Wir freuen uns auf Sie!

Haben Sie Fragen, Anregungen oder möchten mehr über das Heimatmuseum Zehlendorf erfahren? Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie an – wir sind gerne für Sie da!

E-Mail

Für allgemeine Fragen:
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Für Recherche-Anfragen:
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Adresse

Museum und Archiv
Clayallee 355
Historischer Winkel
14169 Berlin

 

Telefon

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Aktion

●  In diesem Jahr wird die Waldsiedlung Zehlendorf, landläufig Onkel Toms Hütte genannt, 100 Jahre alt. Unter dem Leitbild „Licht, Luft und Sonne“ entstanden damals statt Mietskasernen mit engen Hinterhöfen moderne Wohnungen mit Bad und WC, Küche, Balkon und Garten in aufgelockerten Siedlungen. Bauherren waren meist gewerkschaftlich-genossenschaftliche, städtische oder gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften. Zu den bedeutendsten Siedlungen des Neuen Bauens gehört die Onkel Tom Siedlung. Mit ihrer Sachlichkeit, den Flachdächern und farbigen Fassaden stießen aber die Bauten des „Neuen Zehlendorf“ in dem von Villen und Landhäusern geprägten Bezirk auf heftige Kritik. Anlässlich des Jubiläums zeigt das Heimatmuseum Zehlendorf bis Sonntag, 13. September 2026, eine Sonderausstellung. Titel der von Frank Rattay kuratierten Ausstellung: „Von der Villa zum Peitschenknall“.

● Alte Karten zeigen einen Zaun rund um den Grunewald. Die Umzäunung wurde im Frühjahr 1888 errichtet, als immer mehr Berliner an Sonn- und Feiertagen den Grunewald aufsuchten. Die Ausflügler hinterließen oft Müll an den Lagerplätzen und verursachten auch Schäden in den jungen Schonungen. Deshalb ließ Oberförster Freiherr von Schleinitz von der Oberförsterei Zehlendorf den Wald mit Stacheldraht einzäunen. An den bevorzugten Eingangsstellen legte man Gatter an. Diese Eingänge kontrollierten Kriegsveteranen oder Frauen, die für den Durchlass einen „Fünfer“ oder „Groschen“ freiwillig einkassierten. Am Tor vor der Kuhtrift an der Alten Fischerhütte waltete zum Beispiel der Invalide Kieburg, der im Kriege 1870 ein Bein verloren hatte. Das Gatter bei Onkel Toms Hütte bediente der ordengeschmückte invalide Eisenbahner Lier. Er unterhielt die Wanderer mit seinem Leierkasten, der ihm viel Geld einbrachte. Lier hauste in einer Erdhöhle in der benachbarten Zinnowschen Kieskuhle. Im Jahre 1904 verschwand die Einzäunung mit den Gattern und damit auch die Originale samt eigenwillige Waldromantik. Der Grunewald war 1904 als Spandauer Forst 4.158 Hektar groß.