Heimatverein Zehlendorf e.V. (1886)

Willkommen Museum Publikationen Veranstaltungen Archiv Über uns


Geschäftsstelle,
Museum und Archiv
Clayallee 355
Historischer Winkel
14169 Berlin

fon: (030) 802 24 41

E-mail senden >

Öffnungszeiten:
Mo und Do: 10 – 18 Uhr
Di und Fr:    10 – 14 Uhr
und nach Vereinbarung

An Feiertagen ist das
Museum geschlossen.
 
Der Eintritt ist frei!

Weihnachtsferien:
Das Heimatmuseum ist
vom 22. Dezember 2018
bis 5. Januar 2019 geschlossen.
Neues von vorgestern                                                                                                                        zurück >
1918: Die Holländische Mühle an der Berliner Straße erhält einen Gasmotor, weil der Wind einfach nicht ausreicht, die Mühle dauerhaft zu betreiben. Bereits 1898 hatte die Windmühle einen Petroleummotor bekommen. Und 1921 wird schließlich ein Elektromotor installiert. Bis 1948 werden dort pro Monat 6 Tonnen Getreide gemahlen.
 
1925: Der 9,2 Hektar große Fischtalpark erstreckt sich in länglicher Form im nördlichen Teil Zehlendorfs zwischen Onkel-Tom-Straße bis nahe an die Argentinische Allee. Er wird 1925 durch den Landschaftsarchitekten und Zehlendorfer Gartenamtsleiter Max Dietrich geschaffen. Das Gartendenkmal, das über Liegewiesen, einen Spielplatz, eine Rodelbahn und den Fischtalteich verfügt, ist eine für die Bebauung ungeeignete eiszeitliche Rinne.
 
1932: Die 1885 für 3.300 Mark im neugotischen Stil errichtete Friedhofskapelle auf dem Gemeindefriedhof an der Onkel-Tom-Straße, die maximal 20 Sitzplätze und 18 Stehplätze hatte, wird 1932 durch eine neue ersetzt. Die vom Architekten und Leiter des Zehlendorfer Hochbauamtes Erich Schwiertz im expressionistischen Stil erbaute Kapelle hat Platz für 270 Personen, einen geräumigen Warteraum und ist mit moderner Technik ausgestattet.
 
1938: Die Bezirksreform von 1920 zur Bildung Groß Berlins beendete auch die Eigenständigkeit der Landgemeinden im Zehlendorfer Gebiet. Durch Gebietsaustausch von 1938 ändert Zehlendorf seine Grenzen. Das Gebiet östlich des Dahlemer Wegs wird abgegeben. Dafür erhält der Bezirk den gesamten südlichen Grunewald und vom Bezirk Wilmersdorf Berlins größtes Strandbad am Großen Wannsee.
 
1943: Im Zweiten Weltkrieg werden am Bahnhof Zehlendorf Militärzüge für das Deutsche Afrika-Corps beladen, die dann Richtung Süden fahren. Am 1. März 1943 zerstört ein Bombentreffer das Empfangsgebäude des Bahnhofs. Noch im Krieg wird das Gebäude durch einen provisorischen Bau ersetzt. Im Mai 1943 war der Eisenbahnverkehr vorübergehend eingestellt.
 
1948: Im September stimmt der Magistrat von Groß-Berlin der Errichtung einer Freien Universität (FU) als Körperschaft des öffentlichen Rechts zu. Am 4. Dezember 1948 übergibt Oberbürgermeister Ernst Reuter (1889-1953) die FU ihrem Rektor, Professor Friedrich Meinecke (1862-1954). Bei Vorlesungsbeginn sind 2.140 Studenten immatrikuliert, 128 Professoren, Dozenten und Lehrbeauftragte unterrichten.
 
1955: Auf der Pfaueninsel in Wannsee wird der deutsche Märchenfilm Aschenputtel von Fritz Genschow (1905-1977), später bekannt geworden in der Kindersendung „Der Onkel Tobias vom RIAS“, als Drehbuchautor, Regisseur und Darsteller des Vaters von Aschenputtel, gedreht. Das Schloss auf der Insel wird als Prinzenschloss genutzt.
 
1961: Durch die Absperrmaßnahmen der DDR am 13. August wird Zehlendorf total abgeriegelt. Auch die örtliche Wirtschaft wird durch den Mauerbau hart getroffen, da Grenzgänger aus der DDR nicht mehr herüberkommen können. General Lucius D. Clay (1898-1978) und eine 1.500 Mann starke US-amerikanische Kampftruppe wird am Zehlendorfer Kleeblatt von der Bevölkerung und US-Vizepräsident Lyndon B. Johnson (1908-1973) begrüßt. Die Truppenverlegung soll ein Signal sein, dass die Amerikaner zu Berlin stehen.
 
1978: Am 9. Mai 1978 übergibt Bezirksbürgermeister Dr. Wolfgang Rothkegel (1919-1980) die „Volksbank-Passage“ der Zehlendorfer Bevölkerung. Am Teltower Damm 26 stand ehemals das 1886 für 1.364 Taler und mit 11.500 Ziegelsteinen errichtete Müllerhaus, in dem zuletzt das Fotogeschäft des Ehepaars Koch war. Heinz Koch ist Verfasser einer Chronik von Kleinmachnow.
 
1986: Am 24. September überwinden gegen 2 Uhr drei Jugendliche die Grenzanlagen von Teltow (DDR) nach Zehlendorf. Sie haben großes Glück: Als Grenzsoldaten sie bemerken, verliert ein Soldat beim Absteigen vom Wachturm das Magazin seiner Waffe. Die Zeit bis zum Auffinden in der Dunkelheit reicht den Jugendlichen, um den Teltowkanal unverletzt zu durchschwimmen und Zehlendorfer Gebiet zu erreichen.
 
info@heimatmuseum-zehlendorf.de LINKS    IMPRESSUM